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Adiós Kuba (Havanna) – Hola Mexiko (Cancun)!

Nun hieß es Abschied nehmen von Kuba. Nach knapp einem Monat, freute ich mich aber schon wieder extrem, dass es weiterging. Mexiko ich komme! Ich verabschiedete mich von allen im Hostel und teilte mir ein Taxi mit einer anderen Backpackerin, die auch zum Flughafen wollte. Endlich am Flughafen angekommen, checkte ich ein und musste leider auch mein Gepäck einchecken, da dieses nicht als Handgepäck durchging. Naja, zum Glück wir ein Gepäckstück kostenlos mit drin. Also packte ich schnell etwas um und checkte ein. Ich hatte über KIWI gebucht, mit denen ich mal in Asien schlechte Erfahrungen gemacht habe. Diesmal sollte aber alles Weitere klappen.

Da ich hörte, dass man beim Ausreisen aus Kuba, um die 25 CUC zahlen muss, hob ich mir das Geld bis zum Schluss auf. Dieses stimmte aber gar nicht, also kaufte ich mir noch ein paar Kleinigkeiten und tauschte das Restgeld in Dollar um.

Und los ging es mit Interjet. Übrigens – zufällig traf ich, als ich ins Flugzeug durch den Tunnel lief Paola wieder, die ich aus einem Hostel in Havanna kennengelernt habe. Der Flug dauerte eine Stunde und ein paar Minuten. Also kaum oben in der Luft, gings auch schon wieder runter. Aber ich war überrascht – es gab sogar ein Getränk und Chips kostenlos. Klasse Interjet – gabs bei AirAsia nie!

Zusammen sind wir dann raus aus dem Flughafen, haben Geld abgehoben und ein Taxi geteilt. Da Paola noch kein Hostel hatte, ist sie auch mit in mein Hostel gegangen. Sind dann abends gegen 18 Uhr um Hostel in Cancun angekommen und trafen sehr sehr nette Leute. Cooles Hostel mit echt netten Leuten (La Morena).

Bin dann noch eine weitere Nacht in Cancun geblieben und haben unter anderem eine Schießerei mitbekommen, direkt neben unserem Hostel, bei der ein Polizist ums Leben kam.

Wir waren ein paar Leute, die zusammen beschlossen nach Isla Mujeres zu fahren, eine kleine Insel, östlich von Cancun. Haben uns also auf den Weg zur Fähre gemacht. Wir (Paola, Aline, Nico, und noch einige andere) schnappten sich also ein Taxi und fuhren zur Fähre die uns nach Isla Mujeres brachte. Die Überfahrt war traumhaft, da das Wasser so türkis-blau war, dass man dachte es sei surreal.

Angekommen stolzierten wir erstmal los Richtung Hostel. Checkten alle ein und machten noch am selben Tag eine Schnorcheltour mit. Doch dieser Schnorcheltrip hatte es in sich. Es war wunderschön, die Fische und das Unterwassermuseum im offenen Meer zu sehen, ABER leider waren die Wellen so hoch und die Strömung so krass, dass ich merkte, dies würde mir auf Dauer auf den Magen schlagen! Oh oh, Aline hatte mir schnell ein Kaugummi gegeben, half aber leider nicht richtig also schmiss ich mir noch schnell eine Vomex rein – zu spät!

Ich wartete bis alle anderen wieder an Bord waren und zack - dann haben sich die Fische gefreut, denn sie bekamen was zu fressen! Freute mich wirklich, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Hat sich aber trotzdem gelohnt – sehr coole Dinge gesehen! Die kommenden Tage machte ich viel mit Aline aus der Schweiz und Nico aus Frankreich – super nett. Gingen authentisch mexikanisch Essen und sind durch die Straßen geschlendert und haben uns Dinge angeguckt. Traf dann am letzten Abend auch noch zufällig Julian im Hostel wieder, den ich zuvor in Havanna auf der Straße kennengelernt habe. Mega der Zufall. Ja, auch hier sieht man es wieder, die WELT ist ein DORF! Aline und ich beschlossen dann zusammen weiter nach Valladolid zu fahren und verabschiedeten uns leider von Nico, denn für ihn ging es weiter nach Tulum. (Bis hoffentlich bald!)

Nach einer 3,5 stündigen Busfahrt mit dem ADO-Bus kamen Aline, zwei Holländer, die wir noch trafen und ich in Valladolid an und checkten ins Hostel ein. Beschlossen am nächsten Tag Räder auszuleihen und zu den Cenotes (Höhlen mit Wasser) zu radeln. Hat echt Spaß gemacht. Zuerst ging es zur Cenotes Zaci, welche eine offene Höhle war, in der wir von der Klippe aus (8 Meter) ins Wasser gesprungen sind. Richtig geil!! Und danach gings weitere 6 km zur Cenotes x-keken, welche komplett geschlossen war, nur oben gab es ein Loch, durch das die Sonne bis auf den Grund des Sees schien – atemberaubend! Natürlich gingen wir auch hier schwimmen und relaxten hier etwas. Mit uns in der Höhle einige Fledermäuse und Schwalben! Danach ging es mitm Rad zurück zum Hostel. Echt cooler Trip!

Im Hostel angekommen fing es dann wie aus Kübeln an zu regnen. Perfekt getimed!

14.06 -19.06.17

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Havanna, Vinalez & Trinidad

Im Hostel Jakera habe ich eine 3-Tages-Tour nach Vinalez gebucht. Es waren so um die 140 CUC mit Transport, Frühstück, Mittagsessen, Horseridingtour, Hiking und Unterkunft – also völlig okay. Vinalez ist eine Stadt ziemlich im Westen von Kuba, in der es viele Tabakplantagen gibt und man hat dort eine wunderschöne Landschaft. Morgens starten wir also vom Hostel zur Haltestelle an denen die Busse abfuhren. Gingen also mit Fred und Jeanne (älteres Pärchen aus Kanada), Bea und Allisen los und stiegen alle in den Bus ein, der mit einer Klimaanlage ausgestattet war und fuhren ca. 4 Stunden von Havanna nach Vinalez.

Angekommen ruhten wir uns im Casa erstmal kurz aus, bekamen Mittagessen und los ging die Horseriding-Tour. Jaaaa richtig gehört Pferdeaustritt. Eigentlich so gar nicht meine Welt, ABER ich dachte mir, warum nicht mal neue Dinge ausprobieren und um zu den Höhlen und Tabakfeldern zu gelangen, musste man eben diesen Pferdeausritt mitmachen. Schneller als gedacht saß ich also als völliger Anfänger auf einem Pferd! Noch etwas unsicher aber auch etwas stolz, dass ich mich einigermaßen halten konnte und nicht gleich wieder vom Sattel rutschte, ritten wir los! Es ging durch Tabakfelder, vorbei an Maniokfeldern, über Sand, Steine, Asphalt bis hin zu den Höhlen, in denen wir schwammen konnten. Es war stockdunkel, man sah nur etwas mit Hilfe einer Taschenlampe. Ganz hinten in der Höhle angekommen, sah man im Spotlicht der Taschenlampe ein Wasserloch. Bea und ich beschlossen sofort hineinzuspringen. Hatten den Bikini schon unten drunter und los gings. Es war ziemlich frisch im Wasser, also eine echte Abkühlung bzw. Erfrischung. Plantschten etwas rum und dann gings wieder ans Tageslicht! Ein paar Fledermäuse kamen uns am Ende auch noch entgegen. Insgesamt hat der ganze Ausritt um die fünf Stunden gedauert. War schon sehr cool, durch diese sehr schöne Landschaft zu reiten. Abends gönnten Bea und ich uns dann noch eine Pizza und gingen zurück zum Casa.

Am nächten morgen gings dann ziemlich früh zum Berg. Wurden dort mit einer Kutsche hingebracht und dann ging der Hiketrip los. Es ging durch eine wunderschöne Landschaft und dauerte ca. eine halbe Stunde bis wir oben waren. Mit uns zusammen war noch ein Schweizerpärchen Thomas und Andrea. Oben angekommen hatten wir einen sehr schönen Sonnenaufgang zwischen Palmen und Bergen. Danach gings wieder runter und wir sahen berühmte angemalte Wand im Felsen. Den Rest des Tages verbrachten wir im Casa und ich ging nochmal kurz in die Stadt im WIFI zu bekommen. Am nächsten Tag gings dann nach dem Frühstück wieder zurück nach Havanna, diesmal aber mit einem Oldtimertaxi J

Die nächsten Tage chillte ich mit Felix, Elias, Bea, Jamie, Fred und Jeanne im Hostel, die machten alle einen spanischkurs und nahmen Salsastunden (War alles in ihrem Programm, das sie gebucht hatten inklusive) Für mich leider viel zu teuer. Muss meinen Spanischkurs noch auf ein anderes Land vertagen ;-). Gingen abends zum Malecon (Uferpromenade) und guckten uns den Sonnenuntergang an, kauften uns Rum und tranken ihm im Park, gingen Eis essen ich machte meine Wäsche.

An meinem 12. Tag fuhr ich mit Fred und Jeanne nach Trinidad mit einem Taxi Collectivo. Die Fahrt dauerte ca. 4 Stunden und war nicht gerade sehr komfortabel. Saßen eng nebeneinander eingequetscht mit einer so gut wie gar nicht funktionierenden Klimaanlage im Taxi mit ca. 12 Leuten. Endlich angekommen ruhte ich mich erstmal etwas aus. Es ist gerade sehr heiß auf Kuba, um die 30-35 Grad.

Am nächsten Tag ging dann gleich die zweite Horseridingtour los. Wir hatten eine sehr nette Gruppe mit einigen Deutschen und Ana von den Kanaren. Auch hier gings es wieder durch eine wunderschöne Landschaft, vorbei an Mangobäumen, Avocadobäumen, Bananenpalmen und anderen Leckereien ging es am Ende zu einem leider ausgetrockneten Wasserfall in einem Nationalpark. Ein Schwimmbereich gab es allerdings noch und man konnte hier von den Klippen ins Wasser springen. Dies ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen und kletterte hoch auf die Klippen, schätzungweise 5 Meter waren es. Zuerst war mir schon etwas mulmig, man weiß ja nie was unten im Wasser für Felsen lauern, aber dann bin ich mit Schwung die fünf Meter runtergesprungen. Es war sooo cool, dass ich es gleich noch einmal machte! Sehr sehr coole Erfahrung! Danach gings wieder zurück zum Casa. Die nächsten 2 Tage habe ich mich mit Ana morgens auf den Treppen getroffen (WIFI-Spot in Trinidad) und haben dann den Tag zusammen verbracht. Sie sprach zum Glück fließend spanisch, also half sie mir in meinem Casa über die Runden zu kommen. Einen Tag gingen wir zum ca. 20-minütig-entfernten Strand Ancon, welcher auch hier wieder paradiesisch, karanisch aussah. Wir chillten einen ganzen Tag am Strand, gingen schnorcheln und sahen sogar Seesterne und Seeigel. Sehr sehr cool. Am letzten Tag begleitete Ana mich noch zur Busstation und wir verabschiedeten uns. Ich nahm den Viazul-Bus nach Varadero. Im Bus saß vor mir ein sehr nettes deutsches Pärchen aus Berlin mit denen unterhielt ich mich 1,5 Stunden bis sie ausstiegen.

Nach ca. 6 Stunden kam ich dann in Varadero an. Völlig erschöpft stieg ich um ca. 21 Uhr aus dem Bus und traf gleich vor mir zwei weitere deutsche, die auch nach ihrem Casa suchten. Gingen eine Weile zusammen den gleichen Weg und dann bog ich in meine Straße ein, an der sich mein Casa befand. Es kam mir gleich eine Frau entgegen, die mir half, das richtige Haus zu finden. Super! Ich bezog also das Casa und machte an dem Abend auch nicht mehr viel. Am nächsten Tag erkundete ich die Gegend etwas ging am Meer spazieren und machte eine Fotosession in der Stadt. Varadero ist eine sehr touristische Stadt, was mir nicht ganz so gut gefiel, der Strand ist zwar sehr schön, aber hier ist es schon verhältnismäßig teuer und zu viele Leute. Ich beschloss hier noch eine Rundfahrt mit dem Hop on Hop off Bus zu machen, um mir die ganzen Hotelanlagen (etliche 5-Sterne Hotels) anzuschauen. Das bestätigte dann meine Meinung zu Varadero, Hotelblock an Hotelblock. Ich verbrachte insgesamt zwei Nächte in Varadero. Morgens bekam ich ein leckeres Frühstück und es saß mit mir ein kleiner Junge, schätzungsweise 10 Jahre alt, am gleichen Frühstückstisch. Er guckte ständig zu mir rüber und ich lies mir meine Früchte, Tortille (Omlette) und den Kaffee schmecken. Auf einmal stand er auf und zeigte mir sein Smartphone. Ich sah einen nachten Hintern der hin und her wackelte er grinste mich an und klopfte mir auf die Schulter. Ich lachte nur ganz laut. Dann ging er zurück an seinen Platz und er guckte sich weiter Musikvideos an. Gegen Mittag ging ich dann zur Busstation um zurück nach Havanna zu fahren, denn in Varadero kostete eine Nacht mit Frühstück 30 CUC. Für mich als Low-Budget-Traveller sehr viel ;-). An der Busstation angekommen, traf ich ein Mädel, Aurelie, aus Frankreich, die aber nun in Kanada lebt. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und wollten in die selbe Richtung. Aurelie hatte noch keine Unterkunft in Havanna gebucht, also entschied sie mit in mein Hostel zu kommen, welches ich bereits eine Nacht vorher für 9 Nächte gebucht habe (was sich für später als nicht so schlau erwies). In Havanna angekommen, suchten wir uns ein Taxi, nachdem wir auf dem Früchtemarkt leckere Mamayfrüchte gekauft hatten.

Kurz zur Mamayfrucht: Sie hat eine Konsistenz wie eine Avocado ist aber dunkelorange bis rot-pink und schmeckt süß – total lecker!

Für einen CUC ließen wir uns dann zum Hostel fahren. Angekommen checkten wir ein und auch Aurelie bekam noch einen Platz. Duschten erstmal und gingen dann abends noch zum Malecon (Uferpromenade) um den Sonnenuntergang anzuschauen. Trafen da einen netten Kubaner der uns einen tollen Club bzw. tolle Bar empfohlen hat. Machten uns dann im Hostel fertig und wollten uns eigentlich mit ihm treffen, aber leider haben wir uns wohl am Treffpunkt verpasst. Beschlossen dann alleine loszuziehen. Gingen also die „La Rampa“ entlang (Calle 23) und stießen irgendwann auf einen Club Namens „Kingbar“ für die wie uns dann letztendlich entschieden haben. Gingen ohne Eintritt rein und bestellten uns erstmal einen Mojito und einen Bloddy Marry. Dann gings auf die Tanzfläche. Lernten nette Leute kennen und tanzten und quatschten die ganze Nacht. Die nächsten 2 Tage schlenderten wir noch durch Havanna und ließen es uns gut gehen. Dann verabschiedete ich mich von Aurelie morgens, die sie weiter musste. In meinem Hostel lernte ich dann noch Robert kennen, er lebte in Deutschland, kommt aber ursprünglich aus England und abends, trank ich noch mit Tijana aus Serbien und einem Japaner, siebierischen Pflaumenschnaps. Sehr lecker 😉

Da mir das Hostel nicht so sehr gefiel, da die Räume sehr sehr dunkel und sehr sehr eng waren, entschied ich mich die restlichen Nächte zu stornieren und in ein anderes Hostel namens Rolandos Backpackers zu wechseln. Hier kostete zwar eine Nacht 3 CUC mehr (insgesamt 10 CUC) was aber völlig okay, für diese Verbesserung war. Hier gab es Platz im Raum und die Besitzer sind sehr sehr nett und es sind jede Menge andere Reisende hier.

Am nächsten Tag also zog ich mit Robert ins neue Hostel um, welches wir uns schon einen Tag vorher angeguckt hatten und trafen Floor aus Holland und Niel aus England wieder. Floor und ich entschieden uns am nächsten Tag die Free-Walking-Tour mitzumachen, welche um 9.30 startete. Am Abend vorher waren wir noch auf einer Rooftopbar auf einem Hotel und guckten uns Havanna von oben an.

Die Free-Walking-Tour war sehr interessant und sehr informativ. Auf einmal traf ich Bea aus meinem allerersten Hostel wieder auf der Straße. Ich hörte nur BIANCAAA und drehte mich um (komisch, dass ich auf diesen Namen hörte :-P). Nach der Tour gingen Floor und ich noch in ein Schokoladenmuseum (Museum de chocolate) und gönnten uns eine heiße Schokolade, welche eher einen warmen Schokopudding entsprach. Seeeeeeehr lecker 🙂

Abends hingen wir dann noch im Hostel in der Rooftopbar mit den ganzen anderen ab.

Am nächsten Tag traf ich mich mit Ana aus Trinid wieder in Havanna, wir trafen uns am Malecon und beschlossen etwas durch die Straßen zu laufen, leider fingen meine Füße so stark an zu schmerzen, dass ich bald eine Apotheke aufsuchte. Diesen Schmerz kannte ich bereits vom Jakobsweg. Bin wohl irgendwo etwas umgeknickt und meine Sehne hatte sich entzündet. In den nächsten Tagen konnte ich also nicht viel unternehmen. Ich verbrachte sehr viel Zeit im Hostel und lernte viele neue Leute die Tage kennen. Unter anderem Eva und Carina aus Österreich – lieben Gruß 😉

Die Hostelmitarbeiter kannte mich schon mit Namen, kümmerten sich sehr um mich, brachten mir ständig Kühlpacks und wussten schon welchen Saft ich mag und welches Essen ich bevorzuge. Sogar meine Postkarten haben sie zum Postkasten gebracht. Dieses Hostel ist sehr zu empfehlen (Rolandos Backpackers).

Infos KUBA:

  • CUC ist die offizielle Touristen-Währung. 1 EUR entspricht 1, 12 CUC
  • CUP ist die Einheimische-Währung 1 EUR entspricht 28,58 CUP (gut für Brötchen, Obst usw.)
  • Es gibt kaum Hostels (ausgenommen Havanna), ansonsten sind hier Casas üblich. Die Casas sind Wohnräume in kubanischen Familien, mit ein, zwei oder auch drei Betten. Sie kosten je nach Lage und Ort um die 25-35 CUC pro Nacht meistens dann mit Frühstück inkludiert. Wenn man sich die Kosten teilt voll okay, alleine ein teures Vergnügen
  • Zum Thema Internet auf Kuba gibt es folgendes zu sagen: Mission almost Impossible! Man kann hier Internetkarten kaufen, die je nach Vekaufsstand 1,50 – 5 CUC kosten (Ich empfehle das Post-office, denn hier bekommt man sie für 1,50) Eine Karte berechtigt einen 1 Stunde lang im Internet zu surfen. Mit Hilfe eines Codes wählt man sich in einen WIFI-Hotspot ein, welche man z.B. in größeren Parks, Hotels oder großen Plätzen findet. Man muss also erst ein Platz suchen, an dem es WIFI gibt und dann kann man sich einloggen mit seiner Karte. (Deshalb gehen die Beiträge von Kuba auch erst jetzt online, inzwischen bin ich nicht mehr auf Kuba)
  • Jeder zweite Satz/Wort wenn man in Havanna durch die Straßen läuft ist: Taxi?, boyfriend?, where are you from? calliente!
  • Die meisten Kubaner in den Casas sprechen kein Wort englisch, also spanisch ist ganz klar von Vorteil. Ansonten verständigt man sich mit Händen und Füßen – klappt auch!
  • Jugo de Guayaba (Guavensaft) ist der leckerste Saft
  • Guave und Mamay sind die besten Früchte auf Kuba - sooooooo lecker!!!
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“Goodbye Germany again” – oder “Hello World again!”

Welcome to Cuba

Ich habe es wieder getan – neuen Backpack bestellt, gepackt, Flug gebucht und los gings… das Ziel ist Kuba. Mein Flug ging also von Köln nach Havanna. Mit dem Flixbus ging es morgens von Oldenburg nach Köln. Im Bus lernte ich zufälligerweise Marlen kennen, die auch nach Kuba wollte. Sie wohnt ebenfalls in Oldenburg aber kommt ursprünglich aus Kuba und hat auch hier noch Familie und Unterkunft.

Nach einigen Stunden in Köln angekommen checkten wir zusammen ein uns gingen zum Gate. Mit Eurowings ging es dann Richtung Karibik. Ein 10 Stunden Flug wartete auf uns. Einige kleine Turbulenzen waren über dem Atlantik zu erwarten, aber letztendlich halb so schlimm. Zwischendurch bin ich hin und wieder eingenickt. Dann schienen wir da zu sein, es ruckelte etwas und der Vogel setzte auf. Geschafft. Havanna - here we are!

Wir passierten die Passkontrollen und warteten dann auf Marlens Gepäck. Ich habe ja nur wieder Handgepäck dabei. Endlich alle Koffer beisammen, sprach mich Emiliano an, ob wir schon eine Bleibe hätten. Er saß auch mit im Flugzeug, kommt ursprünglich aus Mexiko, arbeitet aber in Deutschland. Wir sagten, dass Marlens Tante eine Unterkunft hat, wo wir alle schlafen könnten. Er hatte noch Peter im Flugzeug kennengelernt, der auch mit uns mitkam. Der Bruder von Marlen wartete schon draußen auf uns und wir nahmen uns dann ein Taxi zu Marlens Tante, jeder zahlte um die 5 CUC. Um 12 Uhr nachts, erschöpft sind wir dann endlich angekommen. Eigentlich hatte ich bereits im Voraus ein Hostel gebucht, aber es hat sich mal wieder alles anders ergeben 😉 also hab ichs noch schnell versucht zu stornieren – mit Erfolg! Haben bei Marlens Tante noch getrunken und bis in die Nacht gequatscht. Völlig KO dann ins Bett gefallen.

Erste Woche in Havanna

Nachdem wir insgesamt zwei Nächte bei Marlens Tante verbracht haben, sind Emiliano, Peter und ich weiter nach Havanna mehr Richtung Stadt gezogen. Peter kannte hier noch einige Leute, da er mal einige Jahre in Kuba gelebt hat. Sind also zur besagten Familie mit einem Localbus gefahren, was sehr sehr abenteuerlich war, aber dafür auch extrem günstig – fast geschenkt. Für 3 Leuten einen CUC.

Die Familie empfing uns sehr herzlich und hatten dann quasi eine Wohnung auf einer Dachterasse – richtig geil. Konnten über ganz Havanna gucken – was wir auch regemäßig taten. Ich machte eine Timelapse vom Sonnenaufgang und eine Nacht schleppten wir die Matratze auf die Dachterasse, schauten uns die Sterne unter freiem Himmel an und schliefen draußen. Die nächten Tage erkundeten wir Havanna gingen immer lecker Essen, bzw. probierten im Casa das Localfood, welches sehr gut war! Tranken Mojitos, schauten beim Salsatanzen zu und ließen die besondere Atmosphäre auf uns einprasseln. An einem Tag kauften Emiliano und ich uns ein Hop on Hop off ticket und fuhren quer durch Havanna, um alles mal etwas zu sehen. So ein Ticket kostet 10 CUC und man kann auf- und absteigen wo man will und den ganzen Tag fahren. Einen Tag beschlossen Emiliano und ich zum Strand Santa Maria zu fahren, welcher ca. eine halbe Stunde von Havanna entfernt war. Kauften uns also ein Busticket (5 CUC) mit dem man vom Parque Central bis zum Strand Santa Maria fahren kann. Ein sooo schöner Strand. Wie man sich ihn auf jeder Karibikpostkarte vorstellt. Verbrachten hier einige Stunden und fuhren am späten Nachmittag zurück.

Bekam leider die nächsten Tage böse Blasen unter beiden Füßen. Für die nächsten Tage checkte ich in einem Hostel ein „Jakera“. Verabschiedete mich von Emiliano und Peter und lernte auch hier viele neue Leute kennen.

20.05.2017

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Follow the shells - Jakobsweg ich komme...

Nachdem ich mich von Sandra verabschiedet habe, verbrachte ich noch 2 Tage in Köln und ging noch mit Leuten aus dem Hostel feiern. Am 18.10. ging dann mein Flug nach Madrid. Ich machte mich also gegen Nachmittag auf zum Kölner-Flughafen und wartete auf den Flieger - mit Ryanair ging nach Spanien. Abends angekommen versuchte ich mich auf dem Flughafen erstmal zurecht zu finden und hielt Ausschau nach nem ATM und einem SIM-Karten-Verkaufsstand. Das mit der SIM-Karte war nur dieses mal gar nicht so einfach. Ich fragte mich durch und man sagte mir, man kann eine SIM-Karte nur im Tabakshop gegenüber kaufen. Also lief ich dort hin, und tatsächlich klappte es hier. Nun hatte ich sie zwar gekauft, aber konnte sie leider nicht aktivieren. So etwas kompliziertes habe ich noch nicht erlebt. Ich habe bestimmt 10 Leute gefragt, ob sie wissen wie es geht - aber keiner konnte mir helfen. Ganz davon abgesehen, dass die meisten Spanier einfach kein Englisch verstehen bzw. sprechen. Wer hätte das gedacht. Von 10 Leuten die man ansprach, sprachen vielleicht 1 höchstens 2 gebrochen Englisch. Ich habe dann noch portugiesische Polizisten angesprochen, ob sie vielleicht wissen wie es geht, sie versuchten alles, um mir zu helfen - leider auch vergebens. Der Mann am Infostand hat dann einige Leute angerufen und tatsächlich konnte mir einer am Telefon helfen. Yes - nach 1,5 Stunden konnte ich dann endlich mal den Flughafen verlassen und mit dem Bus Richtung S-Bahn-Station fahren, mit der ich dann weiter Richtung Hostel fuhr. Sehr spät kam ich dann endlich im Hostel an und fiel todmüde ins Bett.

Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Bus Richtung Leon, wo ich auch mit dem Jakobsweg starten wollte. Nach 5 Stunden Busfahrt kam ich in Leon an. Hier hatte ich eine Art Pension gebucht. Leider stand ich, als ich dort ankam, vor verschlossenen Türen. Ich musste erst die Nummer anrufen, die neben der Tür klebte. Man sagte mir, dass nun Siesta sei und heute keiner mehr kommen wird. Aber an jeder Tür hing ein Codeschloss. Also gab mir die Frau am Telefon die ganzen Codes durch und ich gab sie nach und nach in die Schlösser ein und, siehe da, die Türen öffneten sich nach und nach 😉

Puhhh Glück gehabt. Ich hatte also ein ganzes Zimmer für mich alleine und sortierte erstmal mein Kram etwas aus. Dann ging ich in einen Supermarkt und kaufte mir erstmal was zu Essen. Besorgte mir dann gegen späten Nachmittag noch in einem Museum den Pilgerausweis und bin, um den ersten Stempel zu bekommen, abends in die Kirche gegangen. Irgendwie komisch, wenn man nicht ein Wort versteht. 

Am nächsten Tag pilgerte ich Vormittags los - immer den Muscheln nach...

Bin einige Stunden auf sandigen Wegen gepilgert, die Sonne knallte ziemlich und das Gepäck war sehr schwer. Bin abends in der Herberge, in der wieder niemand englisch sprach, angekommen und begutachtete erstmal das Dorm. Nicht so geil - die Betten hatten Plastikbezüge. Naja... bin erstmal raus und machte mir einige Stichpunkte, was ich den Tag über so erlebt bzw. gesehen habe. Nach einer Stunde kam dann eine andere Deutsche die Tür rein. Hab mich so gefreut, dass ich endlich mit jemandem reden konnte. Und sie genauso 😉 Denise aus Leverkusen. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und liefen die nächsten Tage auch zusammen den Weg. Lernten Abends coole Leute in den Herbergen kennen - unter anderem Gudrun und Wolfgang - super nette Leute. Gingen auch mal abends mit Ihnen was Essen. 

Nach ein paar Tagen kamen wir in Ponferrada an und ich realisierte, dass mein Fuß richtig doll schmerzt. Denise hatte die gleichen Schmerzen. Und bei mir kam noch hinzu, dass meine Zehen vorne taub wurden. Denise musste nun wieder nach Hause, da sie nur eine Woche für den "Teilweg" Zeit hatte. Verabschiedeten uns und ich beschloss zum Pilgerarzt zu gehen. Dieser ist für Pilgerer kostenlos. Also bin ich hin und auch hier wieder das selbe - keine sprach englisch! Er gab es in den Googleübersetzer ein und ich konnte Bruchstücke lesen: Sehnenentzündung wegen zu starker Belastung und Überanstrengung, 48 Stunden Bettruhe.... usw. Schmerztabletten. Tja, also hieß es für mich erstmal rasten. Die im Hostel haben sich sehr um mich gekümmert und gaben mir Pralinen und Kältepacks zum kühlen. Verbrachte also noch 2 - 3 Tage im Hostel und entschied mich dann, da es nicht besser wurde, mit einem Bus nach Hause zu fahren. Meine Zehen blieben taub und der Schmerz beim Auftreten wurde leider auch nicht besser :-/

Also buchte ich einen Bus von Ponferrada nach Hamburg. Dies dauerte 1,5 Tage - ich hatte aber einen netten Sitznachbarn - Grüße an Ben Te-Yang ;-), mit dem die Zeit, dank der Gespräche und seines MacBooks und seiner Filme sehr schnell rum ging. 

Zusammenfassung Jakobsweg: 

  • Selbst wenn ich nur etwas über 100 km gelaufen bin, war es eine sehr coole Erfahrung
  • Das nächste Mal viel weniger Gepäck (hatte ja noch mein ganzes Gepäck von der Weltreise dabei)
  • verschiedene Klimazonen, von wüstenähnliche Landschaften über asphaltierte Straßen bis hin zu Berge erklimmen bzw. teilweise erklettern
  • es ist nicht zu unterschätzen! Das war das anstrengendste was ich bis jetzt gemacht habe
  • Starker Zusammenhalt unter den Pilgerern
  • Die Spanier mögen Pilgerer und hupen bzw. feuern einen an
  • Die Spanier sind sehr hilfsbereit und aufmerksam und man kriegt auch schon mal eine Tüte voller Walnüsse auf dem Weg geschenkt

Trotz vorzeitigem Ende eine echt tolle Erfahrung!

18.10. - 27.10.2016

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Letzte Etappe - Köln - Goodbye Travelbuddy 🙁

Den letzten Tag entspannten wir noch etwas in Mandalay und dann hieß es am 10.10. auf zum Flieger. Wir entschieden uns für die günstigste Verbindung, um nach Deutschland zu kommen, deshalb ging es erst einmal nach Bangkok für einen Tag. Hier hatten wir jedoch kaum Zeit etwas zu machen. Kamen relativ spät abends an und gingen eigentlich nur noch schlafen und am nächsten morgen gings dann gleich wieder los zum Flughafen Richtung Köln. 

In Köln angekommen haben wir am Flughafen erstmal ein Selfie mit Klaas Heufer Umlauf gemacht 😛 und sind dann mit der S-Bahn Richtung Hostel gefahren. Zwischendurch haben wir uns verloren, da Sandra an einer Station schneller als ich war und in die S-Bahn einstieg, während ich noch beim Backpack war. Leider gingen dann die Türen schon zu und schwuppps, fuhr die Bahn ohne mich los... Trafen uns dann aber an der nächsten Station wieder und haben während des Umsteigens noch Ruth kennengelernt, mit der wir die Tage noch feiern gingen. 

Irgendwann haben wir es dann bis zum Hostel geschafft und checkten ein. Das Hostel war ganz cool - wir machten noch etwas Sightseeing in Köln und versuchten die letzten Monate etwas Revue passieren zu lassen. Wir realisierten das es *****kalt in Deutschland war und kauften uns die Tage erstmal warme Sachen zum Anziehen. War eine coole Zeit in Köln.

Am 16.10. hieß es dann "Goodbye Travelbuddy"! Nach 3,5 Monaten gingen wir das erste Mal wieder getrennte Wege. Sandra fuhr noch weiter nach Münster und für mich ging es nach Spanien. Ich nahm mir vor den Jakobsweg zu laufen. 

09.10. - 18.10.2016